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Ganzheitliches Training und Therapie für Pferde

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Verhaltenstherapie  = Verhalten verstehen

In der Sprache des Pferdes ist Verhalten ist vor allem eins: Zustandskommunikation.

Ein Pferd, das sich entzieht, explodiert, nicht zuhört, Rittigkeitsprobleme und/oder körperliche Symptome zeigt, das sich in sich zurückzieht, widersetzt oder aggressiv Menschen oder Artgenossen gegenüber ist, zeigt zunächst mal seine (innere) Realität als Herden- und Fluchttier. Es "erzählt" von unentdeckten körperlichen oder missverstandenen psychischen Zusammenhängen. In der humanen, systemischen Psychologie und Traumapädagogik spricht man von der "Annahme eines guten Grundes". Für das Verständnis dieser "Zustandskommunikation" eines Pferdes muss man wissen, dass

​​

  • ein dysreguliertes Nervensystem das Pferd autonom steuert. Gelerntes ist im Fight-Flight-Fright-Modus nicht abrufbar.

  • ein überlasteter Körper selbstschützend reagiert. Das hat nichts mit "keine Lust haben" zu tun, sondern mit Selbsterhaltung.

  • Ein Pferd im Stress- und Fluchtmodus ist nicht respektlos, sondern nicht ansprechbar.

Verhalten als Zustandskommunikation zu lesen, heißt zu verstehen

  • wie Pferde "denken" vor dem Hintergrund ihrer Verhaltensbiologie als Herden- und Fluchttier,

  • wie sie ihre Umwelt wahrnehmen und 

  • wie ihre Reizverarbeitung abläuft,

  • ihr mimisches Vokabular richtig zu deuten und so zum Beispiel Angst gegen Aggression klar abzugrenzen,

  • zu verstehen was sie uns sagen, wenn sie sich wegdrehen, den Kopf abwenden, ihre Flanke oder ihr Hinterteil zeigen?

Pferdeverhalten in diesen Zusammenhängen zu verstehen und im Kontext der Bewegungsmuster zu deuten, schafft die Basis für faires, pferdegerechtes Training und effektive Bewegungstherapie.

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