Ganzheitliche Bewegungstherapie für Pferde
Verhaltenstherapie = Verhalten verstehen
Verhalten ist vor allem eins: Zustandskommunikation.
Ein Pferd, das sich entzieht, explodiert, nicht zuhört, Rittigkeitsprobleme zeigt oder sich in sich zurückzieht, zeigt zunächst mal seine innere Realität als Herden- und Fluchttier.
Die entscheidende Frage ist: Was ermöglicht oder verhindert gerade Ansprechbarkeit?
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Ich arbeite auf Grundlage von Verhaltensbiologie, Lerntheorie und Stressphysiologie. Das heißt:
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Ein dysreguliertes Nervensystem lernt nicht.
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Ein überlasteter Körper reagiert selbstschützend.
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Ein Pferd im Stress- und Fluchtmodus ist nicht respektlos, sondern nicht ansprechbar.
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Verhalten verstehen heißt auch zu verstehen, wie Pferde "denken", ihre Umwelt wahrnehmen und ihre Reizverarbeitung abläuft. Natürlich auch ihr "Vokabular" zu erkennen:
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Was wollen sie uns sagen, wenn sie sich wegdrehen, abwenden, ihre Flanke oder ihr Hinterteil zeigen?
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Warum gehen sie z.B. auf einem Weg am Holzhaufen vorbei, auf dem Rückweg aber partout nicht mehr?
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Und wie können wir diese besonderen Momente beantworten, so dass wir Vertrauen, Verständnis und letztlich Sicherheit schaffen?
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Pferdeverhalten vor diesem Hintergrund zu verstehen und im Kontext der Bewegungsmuster zu deuten, schafft die Basis für faires, pferdegerechtes Training und effektive Bewegungstherapie.
Neuroregulation
Neuroregulation bezeichnet Ansätze zur Regulation des Nervensystems, um alte Schutz- und Überlebensmuster zu erkennen und zu verändern. Sie zielt darauf ab, die Selbstregulation zu fördern, das emotionale Wohlbefinden zu steigern und chronische Stressreaktionen abzubauen.
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